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Meine Angehörigen sind überfordert

Ratgeber Meine Angehörigen sind überfordert

Wenn ein lieber Angehörige den Alltag nicht mehr alleine bewältigen kann und Unterstützung braucht, stellen sich viele Fragen. Ob es sich dabei um die Eltern oder einen Elternteil, um den eigenen Partner oder sonstige Angehörige handelt, am besten ist, wenn sich alle zusammensetzen und gemeinsam klären, was zu tun ist. Auch sollte schon frühzeitig das Thema einer eventuellen „Pflegebedürftigkeit“ angesprochen werden. Wichtig ist dabei die Informationsbeschaffung. Es hilft allen Beteiligten und gibt ihnen Sicherheit, wenn hier schon Kontakte zu späteren fachlichen Ansprechpartnern angebahnt werden. So sind alle für den „Notfall“ bestens gerüstet.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie auch ein älterer Mensch mit leichtem Pflegebedarf weiter in seiner Wohnung ein möglichst eigenständiges Leben führen kann. Die tägliche Lieferung einer warmen Mahlzeit kann organisiert werden; Angehörige und/oder Betreuungskräfte können beim Wohnungsputz helfen oder ihn ganz übernehmen und bei anderen Dingen zur Seite stehen, wie etwa bei Behördengängen oder Arztbesuchen oder beim Ausfüllen von Formularen. Bei Bedarf bietet sich ein Umbau in der Wohnung an. Haltegriffe an den richtigen Stellen, rutschfeste Teppiche und stolperfreie Übergänge zu den einzelnen Räumen geben ein hohes Mass an Sicherheit. Auch andere Wohnformen kommen in Frage und bieten älteren Menschen einen erfüllten Lebensabend. Das Wohnen in einer Gemeinschaft mit anderen Senioren muss nicht immer eine schlechte Wahl sein und ist im Falle einer drohenden Vereinsamung vorzuziehen.

Wer sich entschlossen hat, die verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, einen Angehörigen zu pflegen, und dies auch mit ganzen Herzen ausführen will, muss besonders gut auf sich selbst achtgeben. Es nutzt niemandem, wenn sich der Pflegende verausgabt oder an den Rand seiner Kräfte gelangt. Ganz wichtig ist hier, auftretende Warnsignale frühzeitig zu erkennen und sich die nötige Hilfe zu beschaffen. Ein unterstützendes Coaching und Gespräche mit Menschen vom Fach nehmen den pflegenden Angehörigen einen grossen Teil der Last von den Schultern. Vor der Übernahme einer Pflege können Gespräche mit Sozialberatern helfen, die Situation auch richtig einzuschätzen. Weiter können andere Personen vom Fach schon vorab Unterstützungs- und Entlastungsangebote für die Pflegenden organisieren, auf die diese dann im Bedarfsfall zurückgreifen können. Auch wichtige finanzielle und rechtliche Fragen sind möglichst schon vorher zu klären. Diverse schriftliche Dokumente wie Pflegevertrag, Vorsorgedossier oder der DOCUPASS, der alle wichtigen Unterlagen enthält, sind dabei zu beachten. Auch kann der Anspruch auf Betreuungsgutschriften bei der Ausgleichskasse gemeldet werden.

Manchmal ist ein Umzug in eine Seniorenresidenz oder in ein Alters- oder Pflegeheim unumgänglich. Hier stellt sich als erstes die Frage, welche Art von Unterbringung die beste ist. Um diese Frage zu beantworten, ist ausschlaggebend, wie viel Pflegebedarf Ihre Angehörigen brauchen und ob sie in der Schweiz bleiben möchten oder ob es sie ins Ausland zieht. Eine Checkliste, die ausführt, was man bei der Heimauswahl beachten sollte, kann dabei helfen. Vielleicht sollte es eher eine Einrichtung ganz in der Nähe der Angehörigen sein, so dass regelmässige Besuche möglich sind. Es kann auch sein, dass bei der Heimauswahl auf besondere Pflegemassnahmen geachtet werden muss, wie zum Beispiel Demenz-Stationen. Wichtig für den zukünftigen Bewohner und seine Angehörigen sind Besichtigungen vor Ort. Hier können sich alle einen ersten Eindruck verschaffen und mit Heimleitung, Angestellten und Bewohnern sprechen.

Aber woher soll man sich die Zeit für all diese Abklärungen nehmen? Sowie, wenn ein Eintritt in eine Seniorenresidenz, Alterswohnung mit Service oder in ein Altes- oder Pflegeheim ansteht, dann bedeutet dies viel Aufwand, welcher Kraft und Zeit erfordert. Sind Sie jedoch berufstätig, dann fehlt Ihnen genau diese Zeit.

Bei all diesen Fragen und Aufgaben kann Sie seniorix.ch unterstützen, helfen und beraten. Warten Sie nicht zu lange, denn auch hier gilt, Vorsorge ist besser als Nachsorge!

„Mit dem Altwerden ist es wie mit dem Bergsteigen: Je höher man steigt, desto mehr schwinden die Kräfte – aber umso weiter sieht man.“

Ingmar Bergmann

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